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    Franzi.

    Es gibt Fotos, die mich einfach nur fesseln und die ich mir immer und immer wieder anschauen muss. Sei es wegen dem Motiv, den Farben oder der Komposition. Sie lösen in mir ein Gefühl der vollkommen (Foto-)Glückseligkeit aus. Die Alte hat’n Knall, denkt ihr jetzt vielleicht aber erst letztens ging es mir mit diesem Foto von Eric Kelley, einem renomierten Filmfotografen, so: Continue reading…

    Marie analog.

    Der Film ist startklar, die manuellen Einstellungen sitzen, der Fokus ist scharf und der Auslöser…durchgedrückt. Fertig ist das analoge Bild. Ganz einfach möchte man meinen und dennoch war der Fotoausflug ins Paulusviertel hier in Halle nicht ganz so simpel wie oben beschrieben. Denn diesmal habe ich mit der analogen Kamera zum ersten Mal komplett manuell fotografiert, d.h. Blende und Verschlusszeit habe ich selbst gewählt. Als Belichtungsmesser musste dabei neben einem richtigen Lichtmesser auch meine Canon 5 D Mark III herhalten. Continue reading…

    Janett.

    WREATH_CREATORWenn das Mohnfeld ruft, musst du alles stehen und liegen lassen. Du musst deine Kamera schnappen, den bösen Mückenblick aufsetzen und deine Kollegin um ein Spontanshooting bitten. Du musst dem Bauer schöne Augen machen, so tun, als würden Mohnblumen nicht stacheln und das Jucken an den Füßen -weil mitten im Feld- ignorieren. Wenn du all das getan hast, kommen solche Fotos zustande. Continue reading…

    Ode an das Café Hilda.

    Wenn aromatische Kaffee-/Cafékultur auf Qualität und absoluten Genuss, Vergangenheit, Heimat, persönliche Träume und Selbstverwirklichung, individuelles Design, Nachhaltigkeit, ungemeines Herzblut, Handgemachtes, Slowfood und eine ordentliche Prise norddeutsche Lässigkeit trifft, dann kommt ein solch herzallerliebster Ort wie das Café Hilda zustande.

    Ein Platz an dem Kaffee noch als solcher zelebriert und nicht verhipstert wird. Den man unkompliziert am Tresen bestellt ohne dabei seine Englischvokabeln herauskramen und die Nerdbrille zurechtrücken zu  müssen. Ein Ort an dem man sich in die Sessel kuschelt, der Musik lauscht, die Bilder aus vergangenen Kieler Tagen bestaunt, die Sorgen mitsamt dem Schmuddelwetter an der Eingangstür abschüttelt und genüßlich ins Bananenbrot oder die noch warme Käseschnitte beißt.  Ein Ort mit ungemein hohem Wohlfühlcharakter, den man nur ungern wieder verlässt und sich beim Überstreifen der alten Sorgen am Ausgang schon aufs nächste Mal freut.

     

    Anneke.

    Wenn nach dem Kinofilm die Damentoilette unverhältnismäßig lang ist, geht man ganz klar ein paar Straßen weiter ins eigene Café. Wenn man dann noch die Kamera parat hat und das letzte Fünkchen Abendlicht ein paar Fotos zulässt, nutzt man die leere Location und das große Fenster im Eingangsbereich natürlich für ein spontanes Shooting.

    All das ist genau so Ende April während meines Kiel-Aufenthaltes bei Anneke passiert. Einer wundervollen Person, der ich zum ersten Mal im Jahr 2010 im Zuge meiner Ausbildung begegnet bin. Es folgten lange Spaziergänge und inspirierende, aufbauende Gespräche über Gott und die Welt. So manches Mal haben wir dabei die Zeit und auch den Weg zurück durch den Wald vergessen. Letztlich sind wir doch immer angekommen und haben zurückgefunden: zu unseren Wurzeln, unseren Wünschen und zu dem, was gut für uns und unsere Seele ist. In letzterem bist du, herzallerliebste Anneke, mir nun etwas voraus. Doch ich bin mir sicher, was nicht ist, wird auf jedenfall ganz bald und unbedingt was werden.

    Liebe Anneke, ich bin immer wieder froh, dich getroffen zu haben. Denn auch wenn der Grund dafür nicht mehr ganz unseren Vorstellungen entspricht, so sind es letztlich die tollen Begegnungen und Erfahrungen, die wir dadurch sammeln konnten. Und dafür bin ich dankbar.

    Und nun genießt den Anblick dieser tollen, zauberhaft und einzigartig starken Frau.

     

     

    Kaiserstuhl // Elsass.

    Wenn einen das Fernweh in die Ferne weht, man das Radio im Auto lauter dreht und die Handflächen in den Wind hinaushält, dann liegt Urlaubsstimmung in der Luft. Süß, intensiv und nach Flieder duftet es dann. In diesen Momenten schalten bei mir alle Sinne auf Entspannung, auf  Arbeitsignoranz, auf Abenteuerlust, auf Entdeckersehnsucht, auf manuellen Fokus und definitiv auf analog.

    Das Handy wird ausgeschaltet, stattdessen das Adressbuch hervorgekramt, die Schönschrift für Urlaubs-Postkarten geübt und diesmal auch die digitale Spiegelreflex-Fotofreundin zuhause gelassen. Tatsächlich habe ich es übers Herz gebracht, meine Canon 5D für unsere Reise an die französische Grenze gegen fünf Kodak Portra 400-Filme, eine Canon 3000V und Entschleunigung auszutauschen. Ein Blick durch den Sucher, das Motiv anvisiert und der Auslöser gedrückt. Ein leises Summen verrät den Transport des Filmes. Ob das Foto was geworden ist? Ich weiß es nicht. Nicht in diesem Augenblick. Und genau darum ging es mir diesmal.

    Den Augenblick einfangen, aber vor allem auch genießen zu können. Ihn eben mit allen Sinnen wahrnehmen und später auch daran erinnern zu können. Zu oft sind wir  wieder auf asiatische Reisegruppen getroffen, die -und ich übertreibe hierbei nicht- sich gegenseitig beim Hinsetzen an einen Tisch fotografiert haben. Die wild und ohne jedes erkennbare Ziel umherknipsen und dabei den eigentlichen Moment, den tatsächlichen Ort und jegliche oft magische Stimmung, die von ihm ausgeht, verpassen und auch nicht mit ihren zahlreichen Fotos einfangen können. Ist es so verkehrt, sich einfach dem Hier und Jetzt zu widmen, einmal tief durchzuatmen, den Blumenduft, das Licht, die Stimmung in sich aufzunehmen und davon ein analoges Bild im Gedächtnis abzuspeichern?

    Ich liebe die Fotografie, das perfekte ausbelichtete Bild, ein qualitativ hochwertigen Fotoabzug. Es gibt nichts Schöneres für mich. Und vielleicht habe ich mich oft auch schon so verhalten, aber in letzter Zeit frage ich mich wirklich, welchen Stellenwert das Bild an sich noch hat? Die Mehrheit nimmt gar keine Kamera mehr mit in den Urlaub. Es werden Fotos mit dem Handy geschossen, unwissend in niedrigster Bildqualität, aus dem Sightseeingbus heraus, verwackelt und verschwommen, mit mehr Hintergrund als Motiv, gemacht für die Festplatte, fürs Vergessen, fürs Löschen und nochmal schießen. Hätten all diese Menschen nicht mehr von diesem Moment, wenn sie ihn einfach genießen und mit den Augen wahrnehmen würden und nicht durch ein Display?

    Wir haben uns diesmal auf jedenfall dem Moment gewidmet und sind durch Weinhänge gewandert, haben Fachwerkhäuser in Pastellfarben bestaunt, Kinder beim Spielen in den Wasserläufen von Freiburg beobachtet, uns durch alle Flammkuchenvarianten gefuttert, sind vom Schauinsland dem Regen entgegen gelaufen, haben Rehböcken “Guten Tag” gesagt und uns in den fast schon italienisch anmutenden Gassen von Straßburg verlaufen, wir haben eines der schönsten Dörfer Frankreichs besucht, Meringue gegessen und den Bärlauchduft in den Rheinauen eingeatmet, regionale badische Köstlichkeiten und die Weine der ortsansässigen Weingenossenschaft probiert. Kurz um, wir haben gelebt und genossen.

    Unsere Freiburg-Tipps:

    • Wenn ihr nicht direkt in Freiburg übernachtet, lasst das Auto am besten an einem P+R- Parkplatz stehen und fahrt entspannt mit der Straßenbahn bis ins Stadtzentrum. (Wir selber haben dafür die Konuskarte genutzt.)
    • Wer frische, regionale Produkte aller Art möchte, sollte unbedingt den Wochenmarkt rund um das Freiburger Münster besuchen. Von Blumen, Obst- und Gemüse bis hin zur berühmten “Langen Roten” findet ihr dort wirklich alles was das Herz begehrt. Fotomotive inklusive.
    • Wer sich für Kirchen und ihre Historie und Bauweise interessiert, sollte sich auch das Münster einmal anschauen.
    • die Markthalle : hier gibt es internationale Köstlichkeiten zum Probieren und schmecken lassen. Wir selber haben afghanische Manti-Taschen und persisches Hühnchen genossen. Wer auf Gin steht, besucht einfach die Monkey Garden Bar am Eingang der Halle.
    • Wecke das Kind in dir: Holzboot oder Papierschiffchen gebastelt und auf eine der vielen Wasserläufe in der Stadt gesetzt.
    • verliert euch in den Gassen und biegt einfach mal rechts, mal links ab, es lohnt sich.

    Unsere Riquewihr// Colmar-Tipps:

    • Riquewihr zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs und ist demnach bei Touristengruppen mehr als beliebt. Es lohnt sich also zeitig und vor allem vor den Reisebussen da zu sein.
    • Auch hier gilt: Lauft einmal alle Gassen und Straßen ab und denkt euch die teilweise hässlichen Plastikschilder weg.
    • Wo Touristen sind, kann man auch Geld verdienen. Vor allem mit viel Nippes. Wir selber haben uns von den Storch-Kuscheltieren, Fließband-Macarons und Made in China- Keramik nicht blenden lassen und stattdessen eine handmade Meringue in der Creperie verdrückt.
    • Colmar: Hier sollte man sich das “Petit Venice”-Viertel anschauen und unbedingt den Flammkuchen im “La Krutenau” probieren. Leider hatte es zu unserer Zeit nicht auf, aber das “Au Croissant Doré”  sah von außen richtig toll aus.

    Unsere Kaiserstuhl-Tipps:

    • wandert durch die Weinberge von Ort zu Ort und kehrt in die zahlreichen Straußenwirtschaften ein. Dort gibt es rustikales,einfaches und günstiges Essen & Trinken in gemütlicher Atmosphäre, empfehlen können wir Gerhart’s Strauße in Jechtingen und  ” Zum Dielbuck” in Endingen
    • die Weine der ortsansäßigen Winzergenossenschaften und Weingüter probieren. :-)  ( Der Tipp meines Freundes: Weingut Wiedemann, Weingut Schätzle)
    • von Sasbach bis nach Breisach an den Rheinauen entlang wandern :-)
    • in  Breisach in der Konditorei “Ihringer” am Markt schlemmen

    Unsere Straßburg-Tipps:

    • In Straßburg selber kommt man mit Deutsch nicht mehr weit. Wer dennoch kein Französisch spricht, probiert es mit Englisch und erfreut die Straßburger zumindest mit einem zarten “Salut”, “Au revoir” oder “Merci”.
    • unbedingt in die Pattisserie “Christian” gehen und sich ein paar Köstlichkeiten mitnehmen
    • Wer u.a. auf tolle Papeterie  steht, sollte die kleine Boutique “Celeste” aufsuchen, hier gibt es Notizbücher und Grußkarten von Rifle Paper Co. und Season Paper zu kaufen
    • Skandinavisches Wohndesign und  Masking Tape gibt es im “Mémé en Autriche”
    • Rings um das Münster findet ihr einen tollen Flohmarkt bzw. Büchermarkt mit wirklichen Schätzen

    Franse.

    Es gibt Menschen, die sieht man zum ersten Mal und weiß schon nach den ersten paar Worten, dass man auf einer Welle reitet. Und zwar gegen den Wind und die Strömung. Immer mit Salz im Haar und Sand in den Chucks.

    Ende April ging es für ein paar Tage nach Kiel, in den hohen Norden. Auch wenn die Deutsche Bahn nicht so recht wollte, ich hatte um so mehr Lust. Zum einen um eine sehr gute Freundin endlich wiederzusehen und zum anderen um eine neue kennenzulernen, live und in Farbe quasi. Denn die liebe Franse vom Blog  Franse l(i)ebt Meer kannte ich bisher nur als fleißige Bloggerin und Instagram-Bestreiterin.

    Nachdem der schwarze VW Bulli anfangs so gar keine Lust auf das Winterwetter hatte und die Überbrückungskabel hervorgekramt werden mussten, hat er uns dann doch bereitwillig an die Ostseeküste und durch die Stadt gefahren. Und ich für meinen Teil meine sehr geschmeidig und mit Star-Wars-Unterstützung. In Laboe ging es dann quasi an Land immer dem seichten Meer und Möwengeschrei nach. Überholt von einer Rentnergruppe haben wir uns immer entlang der Steilküste entlang gehangelt und dabei über Gott und die Welt geredet. Dem Wetter war das Ganze dann wohl doch zu girly-glossy-bibi-like und meinte Regen und Wind durch unsere nicht Drei-Wetter-Taft besprühten Haare zu wedeln. Und was macht man in diesem Augenblick: Richtig, man setzt ein kurzes, spontanes Fotoshooting an und springt in Rapsfeldern rum. Machen statt reden hieß die Devise und das Ergebnis seht ihr hier.

    PS: Liebste Franse, an dieser Stelle nochmal ein riesen Dankeschön. Dafür, dass du dir Zeit genommen hast, so wunderbar und herzallerliebst bist und zwar genau so wie du bist, für die leckere Schoki im Loppo und den tollen Strandtag. Ich hoffe, wir sehen uns ganz bald wieder. Ich herze dich aus der Ferne und erfreu mich an unseren Bildern. Möge die Macht stets mit dir sein. ;-)

     

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    Caro und Basti.

    Statt Osternester zu füllen und kunterbunte Eier zu färben, hieß es für mich am Ostersamstag fleißig die Kamera zu schwingen und Emotionen einzufangen. Denn an diesem traumhaft sonnigen Tag haben Caro und Basti in Halle “Ja” gesagt. Zur Ehe, zu all den dazugehörigen Höhen und Tiefen, zu Abenteuer und Neuentdeckungen, zu “Gemeinsam schaffen wir das” und “Ja” zur Liebe, dem wohl wichtigsten Gut in dieser heutigen Zeit. Als Location haben wir für die Portraitbilder den Botanischen Garten gewählt. Quasi als kleine Vorbereitung auf die Flitterwochen, die die beiden im warmen, fernen Thailand verbracht haben. Nun aber genug der Worte, lassen wir das zauberhafte Paar für sich sprechen. Habt viel Freude.

     

     

    Celina.

    Süße, klebrige, rosa Zuckerwatte, Schokoäpfel und Lebkuchenherzen, Drehschwindel und bunte Farben, Lichterketten und Geschwindigkeit. All das verbindet man mit einem Besuch auf dem Jahrmarkt. All das weckt Erinnerungen an vergangene Sommertage, an denen es nicht von oben herab regnet.

    Dennoch haben wir uns von den dunklen Wolken nicht beirren lassen und fröhlich unsere fotogene Runde mit dem Objektivkarussell gedreht. Herausgekommen sind dank der zauberhaften Celina wahrlich farbenfrohe Fotos. Seht selbst und löst nun den Fahrchip in die Kindheit.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    1987.

    In diesem besagtem Jahr bin ich in der DDR in Weißenfels, einer Kleinstadt im Süden von Sachsen-Anhalt geboren. Bei einem Gewittersturm, wohlgemerkt. Und das ist wichtig. Denn sobald es in der Ferne donnert und sich die Blitze durch meine Schlafzimmervorhänge schleichen, ich meine Bettdecke über den Kopf ziehe und all meine Sinne urplötzlich auf Überlebens-Modus umspringen .
    Oft haben mich meine Eltern im Kinderwagen durch die Gegend geschoben und dabei den Zügen gen Westen nachgeschaut. Die große weite Welt haben sie mir trotz allem gezeigt. Erinnern kann ich mich an diese frühe Zeit freilich nicht. Doch sind es die vielen schönen Erzählungen, analogen Fotos und gerahmten Dias, die oft im Projektor flimmern und einem die eigene Kindheit wieder lebendig erscheinen lassen.

    Das mag alles nostalgisch klingen und vielleicht ist es das auch. Ich werde bald 30, um mich herum heiraten alle, bekommen Kinder, bauen Häuser schaffen sich Labradors und Golden Retriever an und feilen weiter an der steilen Karriereleiter. Ich hingegen lagere meine Pullis und Hosen in Spindschränken, bin noch immer unschlüssig, ob ich nun lieber Eis oder Schokolade zum Nachtisch haben möchte und kann vom Bett aus das Rennrad meines Freundes an der Wand begutachten. Wir verschieben das Erwachsensein auf später. Irgendwann und ganz bald. Tanzen mit Freunden, denen es ähnlich geht zu den Backstreet Boys und hoffen darauf, dass der DJ doch noch „Hyper Hyper“ spielt.

    Und dann stehen sie dennoch plötzlich vor dir. 13-Jährige Mädchen, die dir ihr Smartphone unter die Nase halten, ihren Instagram-Account öffnen und auf den angesagten Highlighter tippen, den die Bloggerin XYZ in ihrem 13876-Follower-Gesicht trägt. Manchmal kommen sie auch in Scharren, wobei man sie dann nicht mehr unterscheiden kann. Denn sie tragen dieselbe Frisur, dieselben Primark-Klamotten und selben Hipster-Turnbeutel, die knöchellangen Jeans und auch die Farben der Nike-Sneaker variieren nur selten. Die kindlichen Gesichtszüge haben sie zuhause sanft zwischen den eingestaubten Plüschtieren abgelegt und stattdessen den Kardashian- Perfektionismus aufgepudert und den Eyeliner nachgezogen. Das Selfie folgt dann in der Gruppenzwang-Masse und wird mehrfach geliket und über WhatsApp verbreitet. Sollte sich im contourten und gestrobten Gesicht dennoch Babyspeck und eine unbefangene Naivität entdecken lassen, wird mit einem der vielen „Mach dich ultramegakrass“-Fitnessprogrammen und den dazu passenden LowCarb-Rezepten nachgeholfen. Natürlich alles less, clean und without.

    In all diesen Momenten zeigen sie im Fernsehen eine Großaufnahme von mir, unterlegen die Szene mit dramatischer Musik und entlassen den Zuschauer dann in eine 15-stündige Werbepause. Es ist der Moment, in dem ich mich mit Gummistiefeln im Schlamm stecken sehe. Der Moment, wenn die Sonne untergeht und es Zeit wird zusammen mit der kleinen Schwester mit dem Rad nach Hause zu fahren und die dreckigen Klamotten abzulegen. Der Moment, als man sich in der Schule für den Nachmittag verabredet hat, um den Sommer solange auszukosten wie möglich. Der Moment als man von der Fahrradpedale abrutscht und sich das Knie aufschlägt. Der Moment als man sich mit dem Schlitten überschlägt und die Handschuhe vom vielen Schnee schon ganz nass sind. Der Moment als Freundschaft im Kornfeld besiegelt und Spielplätze aus Bäumen und vielen Kirschen bestanden. Als Kindheit Kindheit war. Ganz ohne Make-Up, Kalorien, Bauchumfang, Smartphones und Instagram-Accounts.

    Es war Juli 1987 als ich in Weißenfels während eines Gewittersturms das Licht der Welt erblickt habe. Und was soll ich sagen: Nie zuvor war ich über diese Tatsache glücklicher als in diesen Zeiten.

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