Follow me:

Südtirol.

Tür zu, Schlüssel ab und nichts wie los ins Käseknödel – Glück. Genau so haben wir vor 7
Tagen die Wohnung verlassen. Fluchtartig, versteht sich. Getauscht haben wir
Regenwetter, 12 Grad und graue Wolken gegen angenehme 28 Grad, Sonnenschein,
Bergpanorama und Palmen vor dem Fenster. Meran heißt das Ziel und somit Südtirol vom
Feinsten.
Die österreichische Grenze passiert, quälen wir uns Stoßstange an Stoßstange den
Brenner hoch und wieder runter. Bozen liegt unweit vor uns und italiensche Musik
verwöhnt unser Trommelfell. Irgendwann versagt die Klima. Die Fenster werden geöffnet,
mit den Fingern die Musik aufs Dach getrommelt und die Sonnenstrahlen von der Haut
aufgesogen. Vor dir erscheinen die Berge, die oben noch immer ein paar Schneefelder ihr
Eigen nennen, neben dir machen es sich Apfel – und Weinplantagen gemütlich und über
dir thront der blaue Himmel. Nur noch eine Abfahrt trennt uns von Meran. Und dann hast
du ihn ganz plötzlich in der Nase: den unendlich sinnlichen Jasminduft. Du steigst aus
dem Auto, atmest tief ein, sensibilisierst deine Sinne auf Urlaub, Entspannung und
Verwöhnung und kommst endlich an.
Meran, du hast uns verzaubert. Kulinarisch, Visuell und Auditiv.

Seht und staunt selbst. Und nicht vergessen:  Tief einatmen. Es riecht nach Jasmin, ganz bestimmt.

Hier ein paar Tipps von uns für euch:

  • Unterkunft: Wir haben in Meran im Ottmanngut genächtigt. Wenn Meran, dann dort. Es ist einfach ein Kleinod an Zauberhaftigkeit. Ein traumhafter Garten mit Palmen, Jasmin, Zitronen, Orangen und Rosen. Bei gutem Wetter wird einem dort das Frühstück serviert. Wir haben das Turmzimmer bezogen. Dieses Hotel hat einfach einen eigenen Blogpost verdient. Seid also gespannt. In den nächsten Tagen mehr davon.

 

  • Schloss Trautmannsdorf: Wenn die Reisebusse und die Bauchtaschenträger einmal von dannen gezogen und das nächste Touristenziel anvisiert haben, kommen die traumhaft angelegten Gärten mitsamt ihren farbenprächtigen, mal mehr mal weniger duftenden Blumen voll zur Geltung. Nach Kontinenten und Regionen geordnet durchwanderten man auf einen der zahlreichen Rundwege die gesamte Welt. Zwischendrin gibt es immer wieder Verweilorte, an denen man das traumhafte Grün und die einmalige Aussicht auf die Berge und Meran genießen kann. Unbedingt ein bisschen mehr Zeit einplanen. Und vielleicht entdeckt ihr ja auch den weißen Pfau. Wir haben ihn zwischen all den Smartphones, Tablets und Kleinkindern auch mal kurz bestaunen dürfen.

 

  • Tappeinerweg: Dieser Weg wacht oberhalb von Meran über die Kurstadt. Von hier aus hat man einen tollen Blick über die Stadt und die angrenzenden Täler und Berge. Entlang des Weges gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. Wir haben die Saxifraga Stubn am Aufstieg Tiroler Steig ausprobiert. Die Holunderschorle und das warme Schokotörtchen waren himmlisch. 🙂 Kleiner romantischer Tipp am Rande: Wenn ihr den Tappeinerweg bei Einbruch der Dunkelheit entlang lauft, könnt ihr mit etwas Glück eine Vielzahl an Glühwürmchen beobachten.

 

  • Schloss Juval:  Hier hat sich für die Sommermonate Juli und August kein geringer als Reinhold Messner samt Familie eingerichtet. Bis zu dieser Zeit hat er jedoch seine Tore auch für Besucher geöffnet. Im Schloss selbst erhaltet ihr private Einblicke in seine Ausrüstungs- und Speisekammer, ins Arbeitszimmer und die Innenhöfe. In jedem Winkel stehen Kunstartifakte und Mitbringsel von seinen zahlreichen Reisen u.a nach Nepal und Indien. Unterhalb des Schlosses direkt an der Bundesstraße nach Mals gibt es einen kostenlosen Parkplatz. Ein kostenpflichtiger Shuttlebus fährt bis unterhalb des Schlosses. Wer wie wir jedoch die Wanderschuhe anschnallt und das Jausenbrot einsteckt, schafft den Aufstieg in einer guten Stunde. Wer das Pausenbrot vergessen hat, findet beim Schlosswirt garantiert ein paar leckere Südtiroler Köstlichkeiten. Wir können auf jedenfall den Leberkäse und die Käseknödel empfehlen. Wenn dann noch Platz für ein Dessert ist, solltet ihr unbedingt den Buchweizenkuchen probieren.

 

  • Schnalstal: Wenn ihr nach dem Schloss Juval noch ein bisschen Puste und Beinkraft besitzt, dann nichts wie hoch ins Schnalstal. Wir sind bis zum Vernagter Stausee gefahren. So stellt man sich Kanada vor, sag ich nur. Der See hat eine atemberaubende türkis-grün-blaue Farbe. Auf dem Seerundweg sind uns außer ein paar vereinzelte Wanderer vor allem Lama’s und Ziegen begegnet. Auch hier oben gilt: Einmal tief einatmen und Seele baumeln lassen.

 

  • Bozen: Natürlich sind wir auch nach Bozen gefahren. Mit dem Zug von Meran dauert es so circa 45 Minuten ehe man den Hauptbahnhof erreicht. Von da aus gelangt man in circa 10 Minuten in die wunderschöne Altstadt. In den zahlreichen Gassen kann man sich schnell verlieren. Gewollt natürlich. 🙂 Immer mal wieder nach oben schauen und die zauberhaften Häuserfassaden bestaunen. Laut unserem Gastgeber Martin soll es in Bozen das leckerste Eis in ganz Italien geben. Die Eisdiele heißt Avalon. Wir selber sind leider eine Querstraße zu früh abgebogen. Es liegt also nun an euch, uns zu erzählen, wie lecker es ist. In Bozen unbedingt auch ins Archäologie-Museum gehen und sich den “Ötzi” anschauen. Sehr interessant gestaltet und wirklich sehenswert.

 

  • Kulinarische Köstlichkeiten: In Südtirol gibt es einfach an nahezu jeder Ecke leckeres mediterranes – rustikal Essen. Wir haben uns die ganzen 6 Tage durch Käseknödel, Schlutzkrapfen, neapolitanische Pizzen, Leberkäse, Buchweizenkuchen, Apfelstrudel und natürlich Vinschgauer Brot durchgefuttert. Wir empfehlen euch, dies ebenfalls zu tun. Nicht zu vergessen die vielen tollen Weine. Lagrein und Vernatsch sind hierbei alte Südtiroler Rebsorten und sollen laut Aussage meines Freundes vielversprechend schmecken.

An dieser Stelle möchten wir nochmal einen großen Dank an meine Eltern aussprechen, die uns mit diesem schönen Flecken Erde bekannt gemacht haben. Ein großes Dankeschön geht auch an Martin, unseren Gastgeber vom Hotel Ottmanngut. Jeden Morgen haben wir aufgrund seiner vielversprechenden Geheimtipps unsere geplanten Ausflugsziele über Bord geworfen. 🙂

Previous Post Next Post

You may also like

4 Comments

  • Reply Maria

    Kompliment, sehr schöner Blick auf unsre Gegend!

    2015/06/11 at 09:28
    • Reply mia_kind

      Vielen lieben Dank, liebe Maria.

      2015/06/11 at 20:30
  • Reply Franse l(i)ebt Meer

    Letzte Woche war ich hier und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Unglaublich wie friedlich diese Landschaft wirkt, trotz der so vielen Eindrücke. Ich war noch nie in Südtirol und muss ehrlich gestehen, dass ich nie gedacht hätte, dass es so schön und inspirierend ist.
    Danke für diese unglaublichen Bilder!

    Liebe Grüße,
    Franse

    2015/06/11 at 11:30
    • Reply mia_kind

      Liebste Franse, ich glaube, es würde dir dort gar sehr gefallen. Nichts wie los und ab nach Meran und Umgebung. 🙂

      2015/06/11 at 20:31

    Leave a Reply

    Follow

    Get every new post on this blog delivered to your Inbox.